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Von Kugeleis und Bakterien

Yuppi, seit heute, also Freitag hab ich Besuch, meinen allerersten Yovobesuch -also von einer Weissen- in Lokossa. Das ist schoen. Sie heisst Tine und ist vom ASAprogramm aus hier im Norden Benins taetig gewesen und nun auf dem Heimflug. Ab Montag kommt auch Tobias, der den Kauderwelschsprachfuehrer Benins geschrieben hat vorbei, weil er hier fuer die GTZ irgendwelche Wasseruntersuchungen anstellen muss! Das ist wirklich prima!!! Nun bin ich fuer kurze Zeit nicht mehr die einzige junge Weisse in Lokossa! Schoen! Als ich zu Sylvester nach Cotonou fahren wollte, war etwas komisch. Es waren kaum Taxen unterwegs, die nach Lokossa reinfuhren. Ich hab aber eine Taxe Richtung Cotonou bekommen, doch die fuhr nicht nur 3 Km, da Zoellner die Strasse nach Cotonou absperrten, um sich selber zu beschenken. Korruption pur. Es war eine riesenlange Schlange von Autos und Menschenmassen zu sehen und das in beide Richtungen. Nichts bewegte sich weiter. Der Taxifahrer war auch total nervoes, hatte richtig Muffensausen vor den Zoellnern, und wollte auch gar nicht nah ranfahren. Er meinte, dass wir alle aussteigen sollten und mit einem Mopedtaxi 10km weit fahren sollten und dass wir uns dann da irgendwo wiedertraefen. Ich hab mir das Gewarte etwa eine Stunde mitangesehen und kam mit einer sehr lieben muslimischen Studentin ins Gespraech und wir beschlossen dann ein anderes Auto uns zu suchen. Die Familie, die uns mitnahm, wollte nur kurz was bei ihrer Familie im Busch abgeben und dann weiter nach Cotonou fahren. Jedoch zog sich dieses “ganz kurz” 2 Stunden hin… irgendwann kam ich dann doch noch wohlbehalten, stinkend und total hungrig in Cotonou an. Karola, bei der ich da immer wohnen darf, empfing mich mit ECHTEM Kugeleis! Ich sag Euch, das war sooo lecker! So was hab ich das letzte Mal in Deutschland gegessen! Sylvester hab ich am Strand mit jenem Entwicklungshelfertrupp, der sich mal vergroessert und mal verkleinert, verbracht. Aus dem Pennen am Atlantik wurde nichts, weil ich mit einigen Bakterien zu kaempfen hatte bzw. noch ein wenig habe. Aber das ist kein Grund zur Beunruhigung! Ich hatte ein kleines Ereignis, was mich sehr erfreute. Ich ging am 31. so durch meinen Stadteil in Cotonou, um zur Fete zu gelangen und da hielt ploetzlich ein grosser weisser GTZ-Jeep mit dem Emblem “Cooperation Allemande\ Beninoise” und den beiden Flaggen drauf und da guckte so ein Franzose aus dem Jeep, gruesste und fragt mich, ob er mich nicht irgendwo hin mitnehmen koennte. Ich hatte mit diesem Mann schon mal auf einer Fete geredet und irgendwie hat mich diese Begegnung voll erfreut, weil man mich wohl auch schon in Cotonou kennt! Das war so ein Heimatgefuehl, sehr schoen! Natuerlich koennte man auch sagen, dass sich die Entwicklungshelfer eh andauernd an allen Ecken und Enden wiedertreffen, aber so moecht ich das jetzt grad mal nicht sehen! Die Schule geht Montag wieder los. Ich war ab und zu mal gucken, ob da schon jemand ist, weil ich gern einige Dinge schreiben wollte, aber Ferien sind Ferien und das gilt auch fuer Afrika, d.h. man erreicht gar keinen! Hier ist es kuehler geworden, vielleicht so etwa 3 Grad weniger: nun sieht man viele Leute mit Steppjacken und Handschuhen rumlaufen: Pudelmuetzen sind auch voll im Trend. Ich hab mich schon gewundert, warum hier Leute rumgehen, die solche Dinge verkaufen, aber die Nachfrage besteht wirklich. Meine Vermieter erwaermen sogar das Wasser, um sich waschen zu koennen. Das finde ich dann doch ein wenig uebertrieben, bei den 25 Grad, die wir dann doch noch haben. So viel aus der Sous- Région fuer heute! Passt auf Euch auf und wir sehen uns hoffenltihc in diesem Jahr irgendwann mal wieder!
16.1.08 18:18
 


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