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Ankunft in Cotonou

N’t kIn Cotonou ist so viel los, dass ich gar nicht so recht zum Schreiben komme, naja, das stimmt nicht ganz, weil ich hier Tags über Hausarbeit schreibe. In der Schule wurde ich mit Zeugnis und vielen Fotos ganz lieb verabschiedet, die Familie verabschiedete mich auch, obwohl sie zuerst dachten, dass ich nur das Wochenende wegführe, und so kam es für sie ein wenig überstürzt. Hier in Cotonou angekommen war ich richtig aufgeregt, weil ich schon seit zwei Wochen nicht mehr in der Stadt war und auch meine Freunde so lang nicht mehr gesehen hatte. Am nächsten Tag ging ich gleich den Entwicklungshelfertrupp besuchen und schon auf dem Hinweg wurde ich von Freunden begrüßt und zum Essen eingeladen! ES waren auch fast alle da, sogar welche aus dem hohen Norden und auch aus Abomanien kam der Vertreter angereist! Sehr schön! Hier, wo ich wohne, traf ich auf zwei superliebe Leute und wir drei, als DIE Rasselbande in der ganzen Sous- Région, machten dann für ein paar Tage Cotonou unsicher!Beinahe wär ich mit den beiden nach Ghana, Ouagadougou oder wohin sonst uns der Wind getrieben hätt, mitgereist, doch meine Vernunft siegte wiedereinmal und so sitz ich da und mach was für die Uni. Ich wurde neulich erst in das Geheimnis der blau-weißen Cafeterien eingeweiht, die hier überall so rumstehen. Ich dachte nämlich immer, dass das so ein Männerbiertrinktreffpunkt wäre, aber das ist ganz und gar nicht so. Man kann da gar kein Bier kaufen, sondern wirklich lecker essen gehen, sogar ein joghurtähnliches Dessert gibt’s da ! Diese Hütten stehen überall rum und sind immer gleich aufgebaut. Man setzt sich auf blaue Barschemel an die Hütte und da sind ein Mann mit seinem Campingkocher und ein Regal mit ein paar Lebensmitteln drin. Das Menü steht mit Kreide an einem halboffenen Holzkasten und in diesem befinden sich wiederum die Kochplatten, sodass man nicht sehen kann, was er da brützelt. In meinem Cartier, was übrigens sehr schön ist, so mit Sandstraßen und so, sind alle 10 Meter diese Cafeterien zu sehen. Ich hab aber schon meine Stammcafete gefunden! Ich hab noch gar nichts zu dem Geräuschen hier geschrieben. Also, alle fünf Minuten kommt ein Fahrradefahrer mit einer echt lauten Hupe vorbeigeradelt und das ist dann der Fanmilkverkäufer, also der Bursche hat leckeres Eis (Kein Europäisches, aber es ist auch nicht schlecht). Alle 15 Minuten kommt ein Bursche mit einem ca. 20cm großen Holzstück vorm Bauch vorbei und er klopft mit einem kleinen Stab da immer rauf, das gibt dann ein tocktocktock von sich. Dies tut er auch ganz regelmäßig. Das ist glaub ich der Schuhputzer, der so sein Klientel sucht. Tja, und dann gibt es noch die Frauen mit 100kg auf dem Kopf, die immer richtig laut brüllen, um ihre Ware anzupreisen, wie z.B. „peeenchooo“. Das heißt auf Deutsch „warmes Brot“ und ist hier eine Art Sandwich. Man bekommt dann ein halbes weiches Baguettebrot mit Mayonaise drin. Was die für eine Stimme haben, ist der Wahnsinn. Das könnt Ihr Euch nicht vorstellen! Das sind aber nur die Frauen, die das so gut können, mit dem Brüllen. Ich finde, dass die deutschen Marktschreier sich da echt noch mal was abgucken sollten. Am besten wäre es, wenn sie mal hierher fahren würden und dann mal bei einer solch, meistens sehr beleibten Dame, in die Lehre gingen! Naja, und wenn ich dann irgendwo sitze und was trinke, komme eh immer ganz viele Leute an, die irgendetwas verkaufen wollen. Ein Blickfang sind vor allem die Frauen, die ein rundes Tablett auf dem Kopf haben, wo lauter Kleiderbügel mit Klamotten befestigt sind. Man sieht eigentlich nur einen runden Kleiderständer auf zwei Beinen durch die Straßen schlendern und ab und zu auch was Schreien, um die Kundschaft anzulocken. Dies ist aber nicht so nachhaltig, wie bei den wandernden Essenverkaufsfrauen, wie gesagt, die haben es echt drauf!
14.2.08 00:00
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


b.e.a (5.3.08 20:21)
fast schon ein monat her, dein letzter eintrag! wo bist du und wie geht es dir? freu mich auf dein zurückkommen! schreib mal ne rundmail, wenn du zeit findest... bises

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