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Beginnender Abschied

Seitdem ich nicht mehr in Lokossa wohne, fliegt die Zeit noch einmal wesentlich schneller dahin, als zuvor. Daher seid bitte nicht allzu traurig, dass ich nicht jede Woche schreibe.
Die 20stündige Busfahrt in den Niger war mit einer Hungerkur verbunden, da es zwar Pausen gab, aber kein wusste wie lange diese waren und meistens reichten sie nicht aus, um schnell irgendetwas anderes zu essen zu besorgen, außer Fleisch. Dennoch blieben wir standhaft! Es begleitete mich ein Teil der Cotonouer Rasselbande, was mich sehr erfreute!
Der Niger ist viel viel ärmer als Benin. Das merkt man sofort, wenn man dieses Land betritt, da die Straßen so richtig schlecht werden, sodass ich sogar vom Bussitz wegen der viele Schlaglöcher geplumpst bin. Auch sind die Häuser außerhalb Niameys, der Hauptstadt, so gut wie alle aus Lehm gebaut und man hat den Eindruck, dass es vor 1000 Jahren in dieser Region genauso aussah.
Das Klima ist unheimlich trocken, sandig und die Sonne brennt richtig auf der Haut zur Mittagszeit. Man merkt das aber nicht so, da eine trockene und nicht wie in Cotonou eine feuchte Hitze herrscht. Die „Winterzeit“ mit dem Hamatan war noch nicht vorbei, als ich nach Niamey kam und ich fror unheimlich bei den morgendlichen Temperaturen von 18 Grad. Es wurde dann besser, als ich beschloss, mit Socken schlafen zu gehen. Nun bin ich aber erkältet. Wo soll das noch mal hinführen, wenn ich erst wieder in Deutschland bin???
Niamey ist eine ganz ruhige Stadt: keine Mototaxis, wenig Autos und die Menschen sehr entspannt. Es ist ein sehr islamisches Land. Andauernd kommt man durch irgendwelche Straßen nicht durch, da vielleicht 100 oder mehr Muselmänner in einer Reihe stehen und beten. Das ist wirklich ein beeindruckender Anblick.
Auch die Mode ist da anders. Es werden vor allem einfarbige Sachen getragen oder dezentere Stoffe als in Benin. Dennoch muss ich sagen, dass mir die knalligen Farben und die schrillen Farbkombinationen der Beniner nach einer Woche Entzug echt gefehlt haben und ich nun wieder froh bin, von ihnen umgeben zu sein. Ein wenig hab ich mich da auch schon angepasst. Ich sehe nun ein wenig bunter aus, als vorherJ.
Es gibt auch viele Tuareg in Niamey. Die sehen total schön aus, mit ihren Turbanen auf dem Kopf. Farblich ist das echt ein Augenschmaus. Auch sah ich Menschen, die der Gruppe der Peulh angehören. Sie waren ganz groß, schlank, hatten andere Stoffe an und auch ganz abgefahrene Frisuren. Ich konnte mich gar nicht an ihnen sattsehenJ! Die „Beniner“ sind ja eher klein und alles ist an ihnen rund, daher kam meine Begeisterung für die Peulh noch mal verstärkter auf.
Und ich sah Kamele!!! Die sind so wunderschön, doch es war ein komischer Anblick, ein vollgepacktes Kamel zu sehen und dahinter ein risengroßes Bürogebäude. Die Gegensätze, die man hier tagtäglich sieht, sind echt krass!
Alkohol ist ja in einem islamischen Land verboten, doch ich sah am Morgen schon einen Typen mit einem Tee- und Kaffebauchladen umhergehen, der auch unter der Hand hochprozentigen Schnaps an den Mann brachte…
Was mir jedoch total im Niger fehlte, war das Tanzen. Die Beniner tanzen immer, egal wo sie sind und mit allem, was ihnen zur Verfügung steht. Neulich sah ich erst, dass jemand beim Mopedverladen mit der Verkleidung des Mopeds auf de Straße tanzte. Ich fand das Bild echt unglaublich! Wirklich, was einem hier für Alltagsszenen tagtäglich geboten werden, möchte ich nicht mehr missen!
Na gut, ich sitz grad barfuß auf der Terrasse und werde nun weiter Hausarbeit schreiben. In nicht mal einem Monat bin ich wieder in Deutschland, oje, na mal sehen, wie das wird…zum Glück seid ihr ja da!
10.3.08 23:37
 


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